„Am besten wirkt man, wenn man sich nicht verkleidet“ – Karen Webb über Tracht und Authentizität

FESCH-Botschafterin Karen Webb im Dirndl
Fernsehmoderatorin und Medientrainerin Karen Webb begleitet die FESCH 2026 als Botschafterin und teilt ihre Leidenschaft für Tracht, authentischen Stil und alpine Handwerkskunst.

Authentizität kann man nicht anziehen – aber das richtige Outfit kann dabei helfen, sie auszustrahlen. Die langjährige ZDF-Moderatorin und Medientrainerin Karen Webb weiß, wie entscheidend der persönliche Auftritt für unsere Wirkung ist. 2026 begleitet sie die FESCH als Botschafterin: Österreichs Messe für Tracht und alpine Mode findet von 21. bis 23. August in der Brandboxx Salzburg statt und präsentiert mit 250 Marken die Trachtentrends 2027. Im Gespräch mit FESCH erzählt Karen Webb, warum Kleidung niemals Verkleidung sein sollte, was sie an Dirndl, Tracht und alpiner Handwerkskunst fasziniert – und warum sie sich besonders auf die Begegnungen bei der FESCH freut. Zum Auftakt am 21. August stehen außerdem Modenschauen und ein Kirtag auf dem Programm.

Was bedeutet für Sie ein authentischer Auftritt – und welche Rolle spielt dabei die Kleidung?
Für mich ist ein authentischer Auftritt immer dann gelungen, wenn ich das Gefühl habe: Da versucht niemand, jemand anderes zu sein. Das gilt für die Art, wie wir sprechen, genauso wie für die Kleidung. Ich finde, Kleidung kann unglaublich viel dazu beitragen, dass wir uns wohl und selbstbewusst fühlen. Aber sie sollte uns unterstützen – und uns nicht verkleiden. Wenn ich mich in dem, was ich trage, wirklich als ich selbst fühle, dann strahle ich das auch aus. Und genau das nehmen andere wahr.

Was fasziniert Sie persönlich an Dirndl, Tracht und alpiner Handwerkskunst?
Ich mag an Tracht, dass sie Tradition und Persönlichkeit so schön miteinander verbindet. Ein Dirndl hat eine lange Geschichte – und trotzdem kann jede Frau darin völlig anders aussehen. Klassisch, modern, elegant, manchmal auch ein bisschen überraschend. Und ich finde es faszinierend, wie viel Handwerk und Liebe zum Detail dahinterstecken. Gerade in einer Zeit, in der vieles schnell produziert und genauso schnell wieder ersetzt wird, bekommt das für mich noch einmal einen ganz anderen Wert.

Worauf freuen Sie sich bei Ihrem Besuch auf der FESCH am meisten – und was möchten Sie den Besucherinnen und Besuchern mit auf den Weg geben?
Am meisten freue ich mich tatsächlich auf die Menschen und die Begegnungen. Auf neue Ideen, besondere Stücke und natürlich darauf, die Geschichten hinter den Labels und dem Handwerk kennenzulernen. Und den Besucherinnen und Besuchern würde ich am liebsten mitgeben: Schaut euch um, probiert aus und habt Spaß daran, euren eigenen Stil zu finden. Denn am Ende ist es bei Kleidung ähnlich wie beim Auftreten: Am besten wirkt man, wenn man sich nicht verkleidet, sondern sich selbst darin wiederfindet.