Genuss im Salzkammergut: 7 kulinarische Stopps, die Sie sich merken sollten

Kulinarik am Siriuskogl mit Blick über Bad Ischl im Salzkammergut

Das Salzkammergut kennen wir für türkisfarbene Seen, imposante Bergkulissen und diese ganz besondere Mischung aus Sommerfrische und österreichischer Lässigkeit. Was man bei all der Postkartenidylle aber keinesfalls übersehen sollte: Hier lässt es sich verdammt gut essen, denn: Zwischen Attersee, Bad Ischl, Dachstein und Wolfgangsee wird nicht einfach nur gekocht. Hier treffen alte Rezepte auf neue Ideen, regionale Produkte auf echtes Handwerk und Wirtshausklassiker auf moderne Kulinarik. Tradition wird dabei nicht ins Museum gestellt, sondern landet – in ziemlich fescher Form – auf dem Teller.

Wir haben uns einmal quer durchs Salzkammergut gekostet. Zumindest gedanklich. Hier kommen sieben Stopps für Ihre kulinarische Bucket List.

1. Attersee-Attergau: Kunst schauen, Törtchen essen

Sommerfrische am Attersee und Gustav Klimt gehören einfach zusammen. Und weil eine Kulturtour bekanntlich hungrig macht, kann man dem berühmten Künstler hier sogar kulinarisch begegnen: In der Konditorei Ottet warten liebevoll gestaltete Klimt-Törtchen.

Wer lieber herzhaft unterwegs ist, hat rund um den See ebenfalls ordentlich Auswahl. Beim „Kulinarium Attersee“ haben sich sechs Restaurants und Gasthäuser zusammengeschlossen, darunter drei Hauben-Lokale. Mit der Schmiede in Pfaffing und dem Bräu in Nußdorf am Attersee wurden außerdem zwei Betriebe mit dem Michelin Bib Gourmand ausgezeichnet.

Und manchmal braucht es ohnehin nicht mehr als See, Sonne und einen guten Steckerlfisch.

2. Bad Ischl: Kaiserschmarren, Liachtbratl – und natürlich Salz

Bad Ischl kann Kaiser. Bad Ischl kann Mehlspeise. Und Bad Ischl kann ziemlich lässig.

Ein Fixpunkt für Naschkatzen ist natürlich die Konditorei Zauner. Der traditionsreiche Zaunerstollen aus Oblatenstücken und nussiger Schokoladenmasse wurde bereits 1905 erwähnt und gehört heute wohl genauso zu Ischl wie die Kaiservilla. Ebenfalls nicht auslassen: den berühmten geeisten Kaiserschmarren.

Wer es weniger kaiserlich und ein bisschen unkonventioneller mag, sollte sich hingegen auf den Weg nach oben machen.

FESCH-Tipp: Rauf auf den Siriuskogl

Am Siriuskogl im Held&Herd kocht Christoph „Krauli“ Held – und allein das ist schon ein ziemlich guter Grund für den kleinen Aufstieg. Auf den Tisch kommt hier unter anderem das herzhafte Liachtbratl.

Der Siriuskogl ist dabei genau die Art von Ort, die wir mögen: regional verwurzelt, aber alles andere als verstaubt. Dazu gibt’s Bad Ischl von oben. Also: Hunger und ein bisschen Zeit mitbringen.

Christoph „Krauli“ Held beim Anrichten eines Gerichts am Siriuskogl in Bad Ischl
Am Siriuskogl verbindet Christoph „Krauli“ Held regionale Küche mit neuen Ideen. Foto: Oberösterreich Tourismus/Bad Ischl/Katrin Kerschbaumer

Eine Prise Bad Ischl

Und dann wäre da noch etwas, an dem man in der Kaiserstadt schon namentlich nur schwer vorbeikommt: Salz.

Schließlich wäre das Salzkammergut ohne Salz nicht das Salzkammergut. Und BAD ISCHLER zeigt mit Salzzart, dass sich aus diesem Stück österreichischer Tradition auch etwas ziemlich Feines machen lässt.

Für BAD ISCHLER Salzzart wird die alte Handwerkskunst des Salzsiedens modern interpretiert. In einer Salz-Manufaktur bei Salzburg entstehen aus warmer Sole hauchzarte, naturbelassene Salzflocken – quasi das Fleur de Sel der österreichischen Alpen. Entscheidend sind dabei Fingerspitzengefühl und Timing: Die feinen Kristalle bilden sich an der Oberfläche der Sole und werden anschließend behutsam von Hand abgeschöpft und getrocknet.

Das Ergebnis? Zarte Salzflocken mit knusprig-schmelzender Textur und mildem Geschmack.

Und bevor jetzt jemand glaubt, Salz gehöre ausschließlich aufs Steak: Salzzart funktioniert genauso auf Grillgemüse oder Carpaccio – und sogar auf Süßspeisen. Süß und salzig? Immer eine gute Idee.

Mehr dazu: BAD ISCHLER Salzzart

BAD ISCHLER Salzzart wird über einem Steak verteilt
Eine Prise, die den Unterschied macht: BAD ISCHLER Salzzart wird von Hand abgeschöpft und verfeinert herzhafte wie süße Gerichte. Foto: Salinen Austria AG

3. Dachstein Salzkammergut: Hauptsache regional

In der Dachsteinregion wird Regionalität nicht erst seit gestern großgeschrieben. Tradition, Saisonalität und Respekt vor dem Produkt bestimmen hier, was auf den Tisch kommt.

In Gosau wird am Dachstein Wagyu Hof eine exklusive Rinderrasse gezüchtet. In Bad Goisern wiederum sorgt die Senferei Annamax mit Senfkaviar, Honigsenf und weiteren Spezialitäten dafür, dass traditionelle Gerichte ein kleines Upgrade bekommen.

Klingt nach Mitbringsel? Finden wir auch.

Familie bei einer Jause auf der Zwieselalm im Dachstein Salzkammergut
Aussicht inklusive: Auf der Zwieselalm treffen Bergkulisse und regionale Genussmomente aufeinander. Foto: Dachstein West/ChrisEderMedia

4. Fuschlsee: Fisch, Schnaps und ganz viel Handwerk

Dass der Fuschlsee ziemlich fotogen ist, müssen wir vermutlich niemandem erklären. Kulinarisch lohnt sich ein genauerer Blick aber mindestens genauso.

Fangfrischer Fisch aus dem See trifft hier auf regionale Spezialitäten und überlieferte Herstellungstechniken. Bei der Alpenkulinarik kann man dieses Wissen sogar in Kursen kennenlernen.

Und weil zu einem ordentlichen Essen manchmal auch ein Stamperl gehört, wird in der Region fleißig gebrannt. Die Schnapsbrennerei Fuxx setzt auf moderne und kreative Brände, während die Huberbauer Edelbrennerei heimische Früchte in feine Destillate verwandelt.

5. Mondsee-Irrsee: Einmal Wochenmarkt, bitte!

Rund um Mondsee und Irrsee kommt vieles, was später auf dem Teller landet, direkt aus der Umgebung: Heumilchkäse aus der Bio-Käserei, regionale Milchspezialitäten, Eier und Honig aus biologischer Imkerei.

Unser Tipp für alle, die im Urlaub lieber essbare Souvenirs als Kühlschrankmagnete kaufen: samstags auf den Wochenmarkt am Marktplatz in Mondsee schauen. Dort finden Sie regionale Produkte und Spezialitäten direkt aus der Umgebung.

Und wer lieber bekocht wird, findet im Mondseeland auch eine ganze Reihe ausgezeichneter Restaurants.

6. Traunsee-Almtal: Wirtshaus kann auch anders

Im Traunsee-Almtal treffen traditionelle Handwerkskunst und moderne Gastronomie besonders schön aufeinander. Der Verein Schmecktakuläres Almtal bringt Gastronomie, Landwirtschaft und Lebensmittelproduzent zusammen und zeigt, wie viel spannender Regionalität wird, wenn alle an einem Tisch sitzen.

Kulinarisches Highlight ist das FELIX Wirtshausfestival, bei dem sich die Region einen ganzen Monat lang mit Menüs, Veranstaltungen und Workshops dem Genuss verschreibt.

Für Fine-Dining-Fans gibt es ebenfalls gute Gründe für einen Abstecher: Das Bootshaus in Traunkirchen ist mit einem Michelin-Stern und einem grünen Stern ausgezeichnet.

Und weil das Auge bekanntlich mitisst: In Gmunden wird bis heute die berühmte Gmundner Keramik gefertigt. Regionales Essen auf regionalem Geschirr? Mehr Salzkammergut geht fast nicht.

7. Wolfgangsee: ziemlich hohe Genussdichte

Zum Abschluss geht’s an den Wolfgangsee – und dort wird kulinarisch nicht gerade tiefgestapelt.

Zwei Michelin-Sterne, 16 Gault&Millau-Hauben und zahlreiche Falstaff-Gabeln zeigen, wie hoch die gastronomische Dichte rund um St. Gilgen, Strobl und St. Wolfgang mittlerweile ist. Gleichzeitig gibt es weiterhin Almen, traditionelle Gasthöfe und familiengeführte Betriebe. Genau diese Mischung macht’s: Gourmetrestaurant am einen Tag, Almjause am nächsten.

Mit dem mundART-Festival werden die kulinarischen Angebote der Region seit 2025 außerdem unter einem gemeinsamen Dach präsentiert. Auf die Teller kommen dabei nicht nur moderne Gerichte, sondern auch Produkte, die seit Generationen zum Wolfgangsee gehören – von frischem Fisch über Schafmilchprodukte bis zu Bier und Schnaps.

Fischer mit frisch gefangenem Fisch auf dem Wolfgangsee
Frischer Fisch gehört zur kulinarischen Identität des Wolfgangsees. Foto: Oberösterreich Tourismus/Wolfgangsee/Michael Grössinger

Warum uns das Salzkammergut schmeckt

Eine Stärke der Region: Niemand muss sich hier zwischen Tradition und Moderne entscheiden. Alte Rezepte dürfen alt bleiben. Andere werden neu gedacht. Produzent bewahren ihr Handwerk, während eine neue Generation von Köch daraus etwas Eigenes macht. Und zwischen Haubenküche, Wirtshaus, Wochenmarkt und Konditorei findet eigentlich jede seinen persönlichen Lieblingsplatz.

Und weil am Ende bekanntlich oft eine kleine Prise den Unterschied macht, freuen wir uns besonders, dass BAD ISCHLER die FESCH Messe mit Salz versorgt. Damit ist zumindest eines garantiert: Fad wird’s bei FESCH nicht. Und fad schmecken schon gar nicht.